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27.11.2020

Unterstützung für Food Startups – Nachbericht zur Auftaktveranstaltung der food collegen

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Viele Food Startups leiden besonders unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie: die staatliche Unterstützung ist meistens nicht möglich oder fällt sehr gering aus und auch das Konsumverhalten von innovativen Lebensmitteln ist stark zurückgegangen. Mehr denn je brauchen die Food Startups jetzt Unterstützung. In dieser schwierigen Zeit ist das food collegen Förderprogramm des Cluster Ernährung am Kompetenzzentrum für Ernährung gestartet. Das Ziel ist es, bayerischen Jungunternehmen und Direktvermarktern eine Beratungsmöglichkeit und individuelle Verbesserungsvorschläge für ihre Produkte zu ermöglichen. Zusätzlich soll praxisnah über Schritte der Produktentwicklung informiert werden. Am 26. November 2020 fand die Auftaktveranstaltung aufgrund von Corona in einem Online-Format statt.

 

Eingeladen wurden 11 bayerische Food Startups, insgesamt hatten sich 30 im Vorhinein mit ihrem Konzept beworben. Johanna Kallenbach vom Cluster Ernährung führte die Teilnehmenden durch die 2,5 stündige gemeinsame Online-Veranstaltung bevor es dann in die Einzelcoachings für die Food Startups ging. Technische und moderative Unterstützung gab es von Bayern Innovativ.

Nach einer kurzen Vorstellung des Cluster Ernährung als Branchennetzwerk stellten die Food Startups ihr Unternehmen und ihre Produkte einander vor (siehe Foto). Dr. Pablo Neder, Marktfoschungs- und Storytelling-Experte, startete das Seminar danach mit einem interaktiven Vortrag zum Thema Marktforschung, welches ein wesentlicher Bestandteil der Produktentwicklung ist. Mit einfachen Methoden kann von den Food Startups herausgefunden werden wieviel die Konsumentinnen und Konsumenten für die Produkt zahlen würden und ob es Ihnen überhaupt schmeckt. Dr. Neder erklärte den Teilnehmenden u.a. auch wie sie Konsumenten-Tests in Zeiten von Corona durchführen können.

Der nächste Teil der Online-Veranstaltung bestand aus einem Speed-Dating in Breakout-Sessions: hier hatten die Startups die Möglichkeit, sich miteinander auszutauschen, zu vernetzen und in einen Dialog zu kommen. Dabei wurde im Vorhinein inspirierende Fragen mitgegeben z.B. wie finde ich Investorinnen und Investoren. Anschließend wurden jeweils 3-4 Personen per Zufall in ein Team zusammengestellt, die sich in einer Breakout-Session 8 Minuten lang austauschen konnten.

Im letzten Teil der gemeinsamen Session stellten sich noch drei bayerische Food Startup Förderprogramme Bayerns den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor: mit dabei waren Selda Morina von der Rewe Start-up Lounge, Mira Schütze von EIT Food und Walter Bruckschen vom Inkubator der Hochschule Weinstephan-Triesdorf. Die drei Programme hielten jeweils einen kurzen Vortrag und beantworteten hinterher Fragen der Food Startups.

Im Anschluss an die allgemeine Veranstaltung fanden zwischen 12 Uhr und 19 Uhr noch Einzelcoachings statt, bei denen verschiedene Coaches jeweils 30 Minuten lang für direktes Feedback und Fragen zur Verfügung standen.

Die Professorin für Sensorik und Konsumentenforschung an der Universität Sigmaringen, Prof. Dr. Andrea Maier-Nöth coachte zusammen mit dem Lebensmitteltechnologen und Upscaling-Experten Volker Kaul und der Produktentwicklungsexpertin Cathy Preisser die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und beantwortete verschiedenen Fragen rund um die Produkte. Zum Beispiel wurden individuelle Fragen zur Knusprigkeit, Haltbarkeit und dem Geschmack der Produkte beantwortet.

Die Teilnehmenden gaben nach dem Seminar zahlreich positives Feedback an den Cluster Ernährung weiter. Die Food Startups konnten neue interessante Informationen und viele Denkanstöße aus der Veranstaltung mitnehmen. Die nächste food collegen-Veranstaltung wird im Februar/März 2021 voraussichtlich wieder als Online-Seminar stattfinden und die Produktentwicklung von innovativen, bayerischen Direktvermarktern in den Fokus stellen.

Bild: © Cluster Ernährung

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