Franken-Trüffel

Franken-Trüffel

Projekt Franken-Trüffel

Trüffel sind Fruchtkörper von unterirdisch wachsenden Pilzen, die in Symbiose mit Bäumen leben. Von den weltweit vorkommenden ca. 150 Arten sind sieben von kulinarischen und wirtschaftlichen von Interesse. Im 19. Jahrhundert wurden auch in Deutschland einheimische Trüffel, insbesondere die Burgundertrüffel, gesammelt und hauptsächlich in Form der exquisiten „Trüffelleberwurst“ verwertet. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts, möglicherweise auch infolge der Weltkriege, verschwanden die einheimischen Trüffel aus der Küche und dem Bewusstsein der deutschen Bevölkerung. Die Trüffel galten in der Folgezeit gemeinhin als nicht existent und waren selbst dem Blickwinkel der allermeisten Pilzexperten entschwunden. Seit einigen Jahren bieten spezialisierte Baumschulen auch in Deutschland mit Burgundertrüffel-Mykorrhiza inokulierte „Trüffelbäume“ für die private oder kommerzielle Trüffelzucht an.

Trüffel in Franken
In Franken wachsen der Schiefertrüffel und der schwarze Burgundertrüffel. Der Burgundertrüffel unterliegt der Bundesartenschutzverordung (BArtSchV) d.h. das Sammeln und Verwerten der Trüffel in jeglicher Art ausgeschlossen und gehört zu den „besonders geschützten“ Arten. Auch in absehbarer Zukunft wird das Sammeln von Burgundertrüffel in ihren natürlichen Habitaten nicht erlaubt sein.

In dem Pilotvorhaben der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau ist beabsichtigt, auf aufgelassenen Steillagenflächen des Weinbaus zur Förderung der Biodiversität und zur Erhaltung des Kulturlandschaftsbildes Trüffelkulturen (Haselnuss, Eiche und Buche) anzupflanzen. In einem weiteren Schritt sollen mittelfristig weitere Flächen hinzukommen. Ziel ist es, die Eignung und Wirtschaftlichkeit der Trüffelkultur wie die weintouristische Inwertsetzung der Region durch das Ergänzungsprodukt Trüffel zu prüfen und zu entwickeln. Darüber hinaus sollen Anreize für weitere wirtschaftliche Trüffelkulturen durch interessierte Erzeuger geschaffen werden. Im Herbst und Winter 2013/2014 wurden die ersten Weinbergsflächen mit "Trüffelbäumen", Haselnüsse und Eichen, bepflanzt.

Cluster testet Marktfähigkeit
Um die Marktfähigkeit von Burgundertrüffel zu testen, wurde vom Cluster Ernährung eine geringfügige Menge der Ernte von den Versuchsflächen an die Gastronomie gegeben. Die Kulmbacher Kommunbräu verarbeitete den Burgundertrüffel zu zwei Tagesgerichten: „Trüffel-Risotto“ und „ Nudel + Knolle – Tagliatelle mit getrüffelter Milchsoße und frischem Burgundertrüffel aus fränkischer Erde“.